Eine der schönsten Beschäftigungen, denen man nachgehen kann, ist die Fotografie. Wer nicht nur Schnappschüsse macht, sondern sich mit den technischen Möglichkeiten seiner Kamera und der gestalterischen Komponente gleichermaßen auseinandersetzt, erhält als Belohnung bleibende Erinnerungen an magische Momente, beeindruckende Bauwerke oder traumhafte Landschaften. Durch die intensive Auseinandersetzung mit Perspektive, Bildausschnitt und Hintergrundgestaltung lernt der Fotograf, die Welt in all ihren faszinierenden Details mit anderen Augen zu sehen.

Werdegang

Schon als Jugendlicher erhielt ich meine erste Kamera, eine Zeiss Contaflex ohne jegliche Automatiken. Die richtige Belichtung musste mit einem externen Gerät gemessen und danach auf der Kamera eingestellt werden. Selbiges galt für die Bildschärfe, da es in den Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts noch keinen Autofokus gab. Dadurch war es viel schwieriger als heute, in zeitkritischen Situationen ein technisch einwandfreies Foto in den ‚Kasten‘ zu bekommen. Auf der anderen Seite wurde man praktisch gezwungen, sich mit Begriffen wie ‚Blende‘ oder ‚Tiefenschärfe‘ von Anfang an auseinanderzusetzen.

Im Lauf der Jahre habe ich meine Ausrüstung unzählige Male gewechselt. Heute genieße ich wie die meisten Fotografen die Vorteile der digitalen Fotografie, die es viel einfacher macht, zum perfekten Bild zu gelangen – zumindest was die technische Seite betrifft. Was die Bildgestaltung anlangt, hat sich so gut wie nichts geändert. Um ein herausragendes Foto zu schießen, muss man über alle Facetten des Lichts und der Belichtung Bescheid wissen.

Freude am Fotografieren

„Das Wesen des Menschen bei der Aufnahme sichtbar zu machen, ist die höchste Kunst der Fotografie.“ Friedrich Dürrenmatt (1921 – 1990), Schweizer Schriftsteller und Maler